Einen Expresso bitte, das hört man immer wieder in einem Café. Expresso gibt es eigentlich nicht, sondern dies ist nur die falsche Schreibweise von Espresso bzw. die falsche Betonung bei der Aussprache. Es hat also nichts mit der Zusammensetzung des Kaffees zu tun, ob vielleicht mehr oder weniger Robusta- oder Arabicabohnen enthalten sind. Daneben gibt es noch ein niederländisches Modelabel und eine portugiesische und brasilianische Wochenzeitung, die sich ebenfalls Expresso nennen. Die haben aber mit Espresso und Kaffee wenig zu tun und vermutlich nichts am Hut.
Dann gibt es noch den Begriff Espressi. Dies ist die italiensiche Mehrzahl von Espresso. Sprich “uno espresso” und “due espressi”. Wobei der Italiener in seiner Bar keinen Espresso bestellt, sondern einen kurz und knapp ausgesprochenen Caffe. Und dieser wird vor allem Morgens zu sich genommen, wenn es schnell gehen soll.
Ob Expresso, Espresso oder Espressi, leckere Kaffeespezialitäten lassen sich allemal aus diesem Kaffeeextrakt zaubern. Ich denke dabei an Cappuccino und Latte Macchiato oder an einen Caffè corretto, bei dem der Espresso mit hochprozentigem Alkohol versetzt wird. Dies kann z.B. ein Grappa oder ein italienischer Likeur sein, ist Geschmackssache, aber zwischendurch immer mal wieder eine Versuchung wert.
Ganz egal, ob die Aussprache und die Schreibweise jetzt richtig getroffen wurde, viel wichtiger ist, dass der Expresso
schmeckt und gut verträglich ist. Nichts mag ich weniger, als wenn ich einen Espresso trinke und mir dieser nachher im Magen liegt.
So viel für heute, jetzt mach ich mir erst mal einen guten Espresso oder zwei gute Espressi.
Expresso oder Espressi
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